Stress durch … … nicht ausgelebte Emotionen

Stress durch …

… nicht ausgelebte Emotionen

Die eigenen Gefühle (Emotionen) können zu hohem Stress führen. Warum dies so ist wird deutlich, wenn man zunächst danach fragt, welche Funktion Emotionen haben: Emotionen stellen sich offenbar dann ein, wenn eine intendierte Handlung entweder blockiert wird (unangenehme Emotion) oder erfolgreich beendet werden kann (angenehme Emotion). Von den Emotionen geht dabei eine doppelte Signalwirkung aus: einerseits nach innen (Selbstwahrnehmung) und andererseits nach außen. Die Außenwirkung der Emotion vollzieht sich hauptsächlich über die Mimik, den emotionalen Gesichtsausdruck, der damit die Funktion hat, die Umwelt von unseren Motivationen und Absichten zu unterrichten. Eine zentrale Funktion von Emotionen ist also die der Kommunikation. Übrigens: Offensichtlich ist der emotionale Gesichtsausdruck eine universale Sprache , zumindest ist es gelungen für die so genannten Basisemotionen überall auf der Welt ähnliche mimische Ausdrucksbewegungen nachzuweisen: Freude, Angst, Überraschung, Ärger, Ekel, Trauer.

Die nähere Betrachtung der somatischen und motorischen Ebene der verschiedenen Emotionen enthüllt eine weitere Funktion, nämlich die, Handlungsbereitschaft für verschiedene meist überlebenswichtige Situationen herzustellen. Für alle so genannten Basisemotionen des Menschen sind Ereignissequenzen beschrieben worden, die diese Zusammenhänge verdeutlichen

Es kann sich dann Stress ergeben, wenn Menschen die Impulse, die mit Emotionen verbunden sind, nicht ausleben können! Und dies kommt in unserer „modernen“ Umwelt sehr häufig vor (z. B. nicht flüchten können, auch wenn z. B. eine Arbeitssituation sehr unangenehm ist) Was für Konsequenzen ergeben sich daraus? Es ist auf jeden Fall wichtig, sich möglichst nach den Handlungsimpulsen der Emotionen zu richten. Wenn ein unmittelbares ausleben nicht möglich ist, dann möglichst schnell ersatzweise ausleben (z. B. Joggen zum Ausleben der Angst-Emotion, die z. B. als Reaktion einer Bedrohung im beruflichen Rahmen enstanden sein könnte).

Quelle: u. a. http://www.medpsych.uni-freiburg.de/skripts/Emotionen_06.pdf