Stress - Stressabbau - Stressbewältigung ein virtueller Stress-Kurs

Stress in den Medien

... das Archiv vom Februar 2006

Infarktrisiko: Stress fürs Herz

JOB-STRESS: Fristverträge machen glücklich

Pendeln macht krank

Ungerechte Festanstellung, Weniger Stress durch Zeitvertrag

Psychologie: Impfung gegen Stress?

Wie die Haltung, so der Hund

Beten gegen den Stress

Berührung durch den Ehepartner lindert Stress, fanden Wissenschaftler heraus.

Konflikte und Stress im Job

28.02.2006, Gefunden in http://focus.msn.de >>>

Infarktrisiko: Stress fürs Herz

Forscher entdecken, warum psychische Belastungen bei einigen Menschen Herzinfarkte auslösen - und bei anderen nicht.

Stress macht einige Menschen krank, andere dagegen nicht. Worin der Unterschied bestehen könnte, haben Wissenschaftler des University College in London nun erstmals gezeigt.

Im aktuellen US-Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) berichtet das sechsköpfige Team um Andrew Steptoe von seiner Untersuchung an 34 Männern, die einen Herzinfarkt überlebt hatten. 14 der Betroffenen hatten zwei Stunden vor dem Ereignis unter starker emotionaler Belastung gelitten, die übrigen 20 nicht.

Verlangsamter Stressabbau

Um Unterschiede in ihrem Herz-Kreislauf-System zu finden, setzten die Forscher beide Patientengruppen erneut unter Stress. Die Körper der Teilnehmer reagierten tatsächlich unterschiedlich: Der Blutdruck der stressempfindlichen Probanden sank nach der psychischen Belastung weit langsamer ab als der der Vergleichspersonen. Auch hatten sie wesentlich mehr Blutplättchen. Diese bestimmte Art von Immunzellen steht schon länger im Verdacht, an der Verkalkung von Blutgefäßen beteiligt zu sein - und damit das Risiko für eine Herzattacke zu erhöhen. Langfristig könnten die Ergebnisse daher helfen, besonders infarktgefährdete Patienten zu entdecken.

Hochgeschraubte Immunreaktion

Die psychische Belastung aus Angst vor einem Infarkt zu reduzieren, ist allerdings nur das letzte Mittel. Viel besser wäre es, schon früher übermäßigem Stress entgegenzutreten. Denn die Schäden am Herz-Kreislauf-System entstehen langsam. Welche Spuren die Belastung im Körper hinterlässt, haben Forscher der Berliner Universitätsklinik Charité im Jahr 2003 entdeckt.

Sie hatten gesunde Personen untersucht, die kurz vor einem wichtigen Vortrag standen und deshalb äußerst angespannt waren. Diese Anspannung wirkte sich auf ihr Immunsystem aus. Zum einen schüttete der Körper mehr eines Botenstoffs aus, der Immunzellen aktiviert. Zum anderen vermehrten sich auf der Oberfläche der Immunzellen jene Moleküle, mit denen sich die Zellen an die Wand der Blutgefäße anheften - und begünstigten dadurch die Verkalkung der Arterien.

Ein Freibrief zum Faulenzen ist das aber nicht. Denn die Berliner Forscher fanden außerdem, dass nur sehr starker Stress zu dieser Überreaktion des Immunsystems führt - eine geringe Anspannung dagegen nicht.

13.02.2006, Gefunden in http://www.spiegel.de >>>

JOB-STRESS: Fristverträge machen glücklich



Haben Berufseinsteiger eine unbefristete Stelle ergattert, ist die Erleichterung groß. Doch für viele beginnt jetzt erst der Stress, wie Psychologen herausfanden: Festangestellte haben mehr zu verlieren, nämlich ihren Job - das zehrt.

Unbefristet Beschäftigte berichten häufiger über schlechtes Allgemeinbefinden als befristet Angestellte. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Forscher, die in sieben Ländern die Auswirkungen vorübergehender Arbeitsverhältnisse untersucht haben. Die Wissenschaftler analysierten Gesundheit, Zufriedenheit sowie das Verhältnis zu den Arbeitgebern.

Die Studie des Forscherteams aus Deutschland, England, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Israel trägt den Titel "Psycones" (Psychological Contracts across Employment Situations); auf deutscher Seite war die Universität Leipzig beteiligt. Die Forscher befragten 5289 Arbeitnehmer aus dem produzierenden Gewerbe, dem Einzelhandel sowie aus dem Bildungswesen.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Festangestellte zwar über mehr Freiheiten in der Ausführung ihrer Tätigkeit berichteten und sie ihre Fähigkeiten vor allem in höher qualifizierten Tätigkeiten besser einbringen könnten. Gleichzeitig würden sie aber auch häufiger über Probleme bei der Arbeit nachdenken und litten deutlich stärker unter Zeitdruck als temporär Beschäftigte, heißt es in der Untersuchung.

Angst vor der Entlassung

Der potenzielle Verlust des Arbeitsplatzes ist für unbefristet Beschäftigte eine weitere bedeutende Belastung, die als gravierender empfunden wird als bei einem von vornherein befristeten Arbeitsverhältnis.

Darüber hinaus befragten die Forscher 202 Personalverantwortliche aus den beteiligten Unternehmen nach den Ursachen für befristete Einstellungen. Genannt wurde vor allem zeitlich begrenzter höherer Bedarf an Arbeitskräften durch die momentane Auftragslage. Aber auch Ersatz für kurz- oder langfristige Ausfälle fest angestellter Mitarbeiter sowie die Probezeit vor einem unbefristeten Vertragsverhältnis sind wichtige Gründe.

Insgesamt gab knapp über die Hälfte der Arbeitgeber an, befristet und unbefristet Beschäftige gleich zu behandeln.

08.02.2006, Gefunden in http://www.arbeit-und-arbeitsrecht.de >>>

Pendeln macht krank

Zur Arbeit pendeln macht krank, müde und verursacht Stress. Das sind die zentralen Ergebnisse einer von der Arbeiterkammer Wien (AK) in Auftrag gegebenen Studie, die gestern veröffentlicht wurde. Jedoch könnten die Auswirkungen auch hierzulande auf Interesse stoßen.  


Allein nach Wien pendeln täglich mehr als 190.000 Arbeitnehmer, in ganz Österreich sind es 1,8 Millionen, also rund jeder Zweite. In der jetzt vorliegenden AK-Studie "Überfordert durch den Arbeitsweg?" wurden die Ergebnisse von drei Pendlerbefragungen verglichen, so

· eine aus dem Jahr 1999 mit insgesamt 713 Befragten,
· eine aus dem Jahr 2001 mit insgesamt 1.192 Befragten und
· eine wissenschaftliche Befragung von Psychologen der Uni Wien mit 340 Probanden.

Folgende drei Problemkreise kristallisierten sich heraus:
Zeitdruck: Fünf von zehn Frauen und vier von zehn Männern empfinden das tägliche Pendeln als Belastung. Wer mehr als 90 Minuten für die Anreise zum Arbeitsplatz braucht, klagt bereits in der Früh über Zeitdruck und Übermüdung. Bahn- und Bus-Pendler leiden häufig an Erschöpfung, die sie in langen Fahrzeiten, langem Warten oder häufigem Umsteigen begründet sehen.
Autofahrer: Am meisten gestresst zeigten sich aber Arbeitnehmer, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren. 39% gaben an, auf dem Weg ins Büro "eher hohen Stress" zu spüren. Bahn- und Bus-Nutzer waren zu 31% sehr gestresst, U-Bahn- und Bus-Benutzer in Wien zu 19% und Fußgänger bzw. Radfahrer zu insgesamt 16%.
Auswirkungen: "Starke Belastungen können zu Bluthochdruck, Schweißausbrüchen und Konzentrationsmangel führen. Und am Abend sind Pendler oft müde, inaktiv, verschlossen und können ihre Freizeit nicht genießen", sagte Sylvia Leodolter, Leiterin der AK-Verkehrsabteilung in Wien. "Deshalb fordern wir barrierefreie Arbeitswege." Konkret verlangt die AK eine verbesserte Abstimmung aller Verkehrsmittel aufeinander, ausreichende Park&Ride-Anlagen sowie bessere und schnellere Informationen über Verspätungen der "Öffis".

Das Auto ist für die meisten Berufspendler in Deutschland das wichtigste Verkehrsmittel und hat in den vergangenen Jahren seinen Anteil am Pendleraufkommen leicht erhöht, heißt es im des Mikrozensus 2004, dessen Ergebnisse im März 2005 publiziert wurden. Nach dieser größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa (rund 830.000 befragte Personen in rund 390.000 Haushalte) nahmen gut 67% der Pendler im März 2004 für den Hauptteil des Weges zur Arbeit ihren Wagen, 1996 waren es knapp 65% gewesen. Nicht wesentlich verändert hat sich zwischen den beiden Vergleichsjahren der Anteil der Pendler, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen - 2004 = 18%, 1996 = gut 19%. Stabil blieben auch die Pendleranteile des öffentlichen Nahverkehrs (Bus, U-Bahn, S-Bahn, Straßenbahn) mit 11% (1996: 12%) sowie der Eisenbahn mit 2% (1996: ebenfalls 2%).

Je höher das Einkommen, desto eher wird der PKW genutzt. Auch begünstigen steigende Entfernungen die Nutzung des Pkw als Hauptverkehrsmittel. Aber Hinweise zu gesundheitlichen Auswirkungen ergeben sich aus dem Mikrozensus der Bundesstatistiker in Wiesbaden nicht. Zu Risiken und Nebenwirkungen gab aber der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Auskunft. Ende des vergangenen Jahres schrieb er in seinem Mitgliedermagazin "fairkehr", dass sich etwa 30 Millionen Erwerbstätige in Deutschland als Berufspendler sehen. Wörtlich heißt es weiter:

"Rund 1,5 Millionen davon gelten mit einem Arbeitsweg von mehr als 50 Kilometern als Fernpendler. Der größte Teil von ihnen (80%) ist dabei mit dem Auto unterwegs. Fast 70% aller mobilen Berufstätigen berichten in Befragungen von psychischen und körperlichen Belastungen, die u.a. durch das Fahren an sich, durch Zeitmangel, den Verlust sozialer Kontakte oder die Entfremdung von Kind und Partner hervorgerufen werden. Das haben Wissenschaftler im Auftrag des Bundesfamilienministeriums ermittelt."

Zu ihnen gehört Norbert Schneider, Professor für Soziologie an der Uni Mainz, der im fairkehr-Interview die höheren Gesundheitsrisiken für Fern- und Wochenendpendler benennt: "Fernpendler leiden häufig unter Schlafstörungen, Nacken- und Gliederschmerzen, Erschöpfungszuständen und Depressionen. Außerdem scheinen sie häufiger unter Bluthochdruck zu leiden." Je länger die täglich zurückgelegte Wegstrecke, desto geringer sei die Lebenszufriedenheit. Aus Sicht von Unternehmen und Politik werde Mobilität daher zu Unrecht ausschließlich positiv bewertet. "Viele Menschen sind nur mobil, weil sie keine andere Chance haben. Sie sind getrieben, fremdbestimmt", meint Schneider und empfiehlt Menschen, die sich zum Pendeln gezwungen sehen, u.a. alle Optionen genau zu prüfen, auch einen Umzug.

08.02.2006, Gefunden in http://www.menshealth.de >>>

Ungerechte Festanstellung, Weniger Stress durch Zeitvertrag

Haben Sie in einen befristeten Job? Dann leben Sie entspannter und zufriedener als Ihre fest angestellten Kollegen. Wann flieg ich raus? Zeitvertrag - das klingt zunächst nach Unsicherheit und Misstrauen. Eine aktuelle internationale Studie belegt jedoch das Gegenteil. Arbeitnehmer die projektbezogen und somit befristet angestellt sind, erfahren eine wesentlich geringere psychische Belastung im Job als Kollegen, die einen Arbeitsvertrag auf unbestimmte Zeit eingehen.

Forscher der Universität Leipzig begründen diese erstaunliche Erkenntnis mit dem "psychologischen Vertrag", den Festangestellte mit ihrem Arbeitgeber eingehen. Die Erwartungen an die eigene Person und an das Unternehmen seien deshalb so hoch, weil neben dem formalen Vertrag eben auch gegenseitige Ansprüche für den Karriereverlauf des Arbeitnehmers formuliert würden.

Enttäuschte Erwartungen

Diese Erwartungen werden seitens der Unternehmen nur selten erfüllt, was die Arbeitnehmer als Ungleichgewicht zwischen ihrer persönlichen Leistung und der des Unternehmens deuten. Insgesamt entsteht bei Festangestellten also der Eindruck, sie gäben dem Unternehmen mehr als sie zurück bekommen. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes stellt für Unbefristete eine weitere Belastung dar.

Hintergrund der Studie: Die "Just-in-time"-Arbeitsverhältnisse gewinnen durch die angespannte Arbeitsmarktsituation immer mehr an Bedeutung. Für die Studie haben acht Institute in Europa und Israel insgesamt 5289 Arbeitnehmer befragt.

07.02.2006, Gefunden in http://www.diepresse.com >>>

Psychologie: Impfung gegen Stress?

VON JÜRGEN LANGENBACH (Die Presse) 07.02.2006, " Bei Affen wird Resistenz gegen Belastung durch frühe böse Erfahrung in Gang gesetzt":

Was war gestern wieder die Hölle los im Büro, dauernd umplanen, und der Redaktionsschluss wird immer drängender, gar nicht zu reden vom Chef vom Dienst, das ist der, der alle domestizieren muss! Manche Kollegen werden dann ganz flattrig, andere die Ruhe selbst, die beneidet man, wo haben sie es nur her? Vielleicht von ganz früh: Bei Mäusen kann milder Stress bald nach der Geburt - zeitweilige Trennung von den Müttern - zu Stressresistenz im Alter führen. Das geht umwegig, über die anschließend verstärkte mütterliche Obsorge: Sind beide wieder zusammen, lecken und streicheln sie die Jungen mehr, und die verändern daraufhin ihr Gehirn, sie bilden mehr Rezeptoren für Glukokortikoide, das sind Hormone, die Stress anzeigen und bei der Bewältigung helfen. Sind mehr Rezeptoren da, kann besser bewältigt werden.

Ist es bei Menschen auch so, gilt auch für sie die "Mutter-Vermittlungs-Hypothese"? Dagegen spricht, dass die "Achse" von Stress und Stressbewältigung - das Zusammenspiel von Hirnregionen und Hormonen - anders entwickelt wird. Bei Mäusen gibt es ein frühes Zeitfenster, in dem sie wenig empfindlich gegen Stress sind. Diese Periode fällt zusammen mit der, in der die Mütter Stressresistenz initiieren. Bei Menschen - und Affen - gibt es die Periode nicht. Hilft ihnen früher Stress doch? Die "Stress-Impfungs-Methode" vermutet, dass der frühe Stress selbst - ohne Zutun der Mütter - wirkt wie ein Impfstoff: den Körper mit kleinen Dosen des Aggressors konfrontiert und dadurch in die Abwehr einübt.

Eine Gruppe um die Psychologin Karen Parker (Stanford University) hat mit Totenkopfäffchen (Samiri sciureus) experimentiert und entweder (a) Junge kurz von ihren Müttern getrennt (Infant-Stress, IS) oder (b) Mütter und Junge gemeinsam kurz von der Gruppe getrennt (Mother-Infant-Stress, MIS). In beiden Fällen erhöhte sich, anders als bei Mäusen, die Obsorge der Mutter nach dem Stress kaum. Aber beide Gruppen entwickelten im späteren Leben Stress-Resistenz, eine stressfreie Kontrollgruppe tat das nicht: "Das zeigt, dass die Unterschiede mehr mit der Erfahrung von frühem Stress zusammenhängen als mit dem Verhalten der Mütter" (Pnas, 6. 2.).

Das soll nicht heißen, dass es gleichgültig ist, wie Mütter sich um ihre Jungen kümmern: "Eine gewisse Mutter-Kind-Bindung ist vermutlich erforderlich, um die Jungen dazu zu befähigen, mit Stress umgehen zu lernen." Aber mit welchem Stress, nur mit dem früh Erlebten oder auch mit anderem? Offenbar wirkt die Impfung breit und stellt auf verschiedene Stressoren ein, das zeigt ein zweites Experiment, bei dem erwachsene Tiere nicht wieder dem frühen Stress (Trennung) ausgesetzt, sondern in Futternot gebracht wurden. Sie blieben gelassen.

Das gibt den Forschern Anlass zur Hoffnung auch für Menschen: "Die weitere Klärung der Impf-Hypothese mag zu verbesserter Behandlung und Prävention von psychischen Leiden führen, die im Zusammenhang mit Stress stehen."

03.02.2006, Gefunden in http://www.bielertagblatt.ch>>>

Wie die Haltung, so der Hund

...Ein stressiges Hundleben? Wechseln wir zu S wie Stress, ein Thema, worüber sowohl im Tier- wie noch mehr im Humanbereich viel palavert wird, weil man sich der Tatsache nicht mehr bewusst ist, dass Stress, dem gerade Tiere in freier Wildbahn gnadenlos ausgesetzt sind, auch lebenserhaltend sein kann. Wenn im Hundelexikon schon in den einleitenden Sätzen zu diesem Thema moniert wird, dass Stress «vielleicht sogar als willkommene Herausforderung empfunden werden» kann, belegt dies, dass hier objektiv gewichtet wird.
Wenn die Klassierung in «guter» und «schlechter Stress» als überholt bezeichnet und stattdessen die Unterscheidung in «bewältigbaren» und «nicht bewältigbaren Stress» propagiert wird, so ist dem zuzustimmen. Man könnte es auch «gesunden» und «ungesunden Stress» nennen. Und notabene: Auch die Natur schafft ständig neue und veränderte Situationen, die zu Stress führen. Entscheidend bei dessen Bewältigung sind Ersterlebnisse, und wichtig für das Erreichen hoher psychischer Belastbarkeit sind die Anfangsbedingungen beim heranwachsenden Hund.
Selbstständige Stressbewältigung kann aber auch durch Überbehütung des Hundes behindert werden. Solch objektive Sicht der Dinge wirkt wohltuend. Das Positive an diesem Lexikon ist, dass es nicht nur Themen abhandelt und Probleme auflistet, sondern auch deren Lösung aufzeigt und dadurch nicht nur Wissensvermittler, sondern auch Ratgeber ist. Ein Grund mehr, es in der Bibliothek in Reichweite zu stellen. ...

02.02.2006, Gefunden in http://www.taz.de >>>

Beten gegen den Stress

Bremen epd: Evangelische und katholische Gemeinden in Bremen starten erneut eine Kampagne für mehr Ruhe und Besinnung in der vorösterlichen Fastenzeit nach dem Aschermittwoch. Die Aktion steht unter dem Motto "Dem Leben nachspüren - dem Lebendigen begegnen". Dazu gehören regelmäßige meditative Übungen, Gebete und Lesungen biblischer Texte. Wer sich auf diese "Exerzitien im Alltag" einlassen kann, kann "zur Ruhe kommen und neuen Geschmack am Leben finden" ...

01.02.2006, Gefunden in http://www.kath.net/ >>>

Berührung durch den Ehepartner lindert Stress, fanden Wissenschaftler heraus.

New York (www.kath.net / LifeSiteNews.com) Die tiefe emotionale Verbundenheit zwischen verheirateten Paaren wirkt als geniales Anti-Stress-Mittel. Das zeigt eine Studie der Universitäten von Wisconsin und Virginia, welche die "New York Times" am Dienstag veröffentlichte.

Die Wissenschaftler untersuchten, wie 16 Paare, die sich selbst als "sehr glücklich verheiratet" bezeichneten, auf Berührung reagierten. Versetzte man einen der Ehepartner unter Stress, so wirkte die Berührung des anderen Ehepartners deutlich stresslindernd, zeigte die Studie.

Die Frau erhielt einen leichten Elektroschock, worauf sie mit neurologischen Stresssymptomen reagierte. Diese ließen sofort nach, als der Mann sie an der Hand nahm. Interessantes Detail am Rande: Der Effekt war viel weniger ausgeprägt, wenn eine fremde Person die Hand ergriff.

"Diese einfache Geste der sozialen Unterstützung bewirkt, dass Gehirn und Körper sich nicht mehr so anstrengen müssen, sie sind gegenüber einer Bedrohung weniger gestresst", erklärte James A. Coan, Psychologe an der Universität Virginia und Hauptautor der Studie.

Bei jenen Paaren, die auf emotionaler Ebene eine ausgesprochen intensive Partnerschaft lebten, war die stresslindernde Wirkung durch eine Berührung am ausgeprägtesten.

Die übliche Antwort auf physischen oder emotionalen Stress - entweder Kampf oder Flucht - sei in den alltäglichen Situationen oft eine Überreaktion, meinen die Forscher. Eine Berührung oder Umarmung sei "eine sehr gute Sache", denn dies beruhige, meint Coan. Die Studie beantwortet damit auch die häufig gestellte Frage, warum verheiratete Paare durchschnittlich gesünder sind als Singles.

01.02.2006, Gefunden in http://www.nachrichten.at >>>

Konflikte und Stress im Job

Sexualwissenschafter Ulrike Brandenburg erzählt Beispiele aus ihrer Praxis: Herr T. ist 52 und fühlt sich, als würde er "sexuell absterben." Er hat keine Lust mehr, mit seiner Frau zu schlafen, auch andere Frauen turnen ihn nicht mehr an. In der Therapie stellt sich heraus, dass Herr T. einen neuen Chef bekommen hat, der ihm Aufgaben wegnimmt. Fazit: "Probleme im Job killen die Lust. Sie braucht Zeit und Raum", so die Expertin.

Chronische Krankheiten

Schwere Erkrankungen lassen das Thema Sex natürlich in den Hintergrund rücken. "Wenn die Menschen wieder gesund sind, haben sie oft keine Lust mehr. Der oder die Partnerin ,verschont' den anderen aus Rücksichtnahme. Die Lust muss wieder entdeckt werden."

Eheprobleme

Frau X., 64, will nicht mehr mit ihrem Mann schlafen. Sehnsucht kennt sie nicht mehr. "Es stellt sich heraus, das ihre Lustlosigkeit die Konflikte zudeckt, die es in der Ehe gibt. Manchmal dient Lustlosigkeit auch als Schutz und verdeckt dahiner liegende Probleme."

Kleine Kinder

Herr L. ist 30. Lust hat er keine mehr, seit seine Frau und er das erste Kind bekommen haben. Herr L. fürchtet, nicht normal zu sein und hat Angst um seine Ehe. Er sagt: "Ich leide, dass ich diese verdammt Lust nicht habe!"

Frau M. ist 32, hat zwei Kinder (3 und 1 Jahre): M. ist seit der Geburt ihrer Kinder zuhause - und hat keine Lust mehr auf ihren Mann. Der letzte Sex liegt jahrelang zurück. M. klagt über zehn Kilo Übergewicht und Unzufriedenheit. Brandenburgs Diagnose: "Junge Eltern brauchen Zeit und Ungestörtheit, um sich körperlich wieder zu finden. Frauen brauchen in dieser Phase auch Anerkennung von außen.

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