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... im Juni 2007
12.06.2007, Gefunden unter http://www.welt.de/wissenschaft/article939692/ Dauerstress_schadet_dem_Gehirn.html>>>
Dauerstress schadet dem Gehirn
Nervosität und Stress sind ungesund für den Körper: Der Blutdruck steigt, Stresshormone werden ausgeschüttet, und der Organismus ist in ständiger Alarmbereitschaft. Doch die Negativeffekte dauerhaften Stresses reichen offenbar noch weiter.
Wissenschaftler des University Medical Center in Chicago haben, wie sie in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Neurology“ berichten, zwei größere Studien mit über 1000 Teilnehmern ausgewertet. Die Probanden wurden dabei körperlich und geistig untersucht und unter anderem gefragt, wie sie mit Stress umgehen. Sie sollten selbst einschätzen, ob Aussagen wie „Ich zweifele selten an mir“ oder „Ich ärgere mich häufig darüber, wie andere Menschen mich behandeln“ auf sie zutreffen.
Bei einer Nachfolgeuntersuchung zwölf Jahre später zeigte über ein Drittel der Probanden leichte oder mittlere Beeinträchtigungen ihrer Gehirnleistungen. Die Forscher konnten eine Verbindung zwischen dem Grad der Stressanfälligkeit und der Ausprägung von Gedächtnisverlusten nachweisen. Studienleiter Robert S. Wilson erklärt den Effekt so: „Die Menschen können unterschiedlich gut mit Stress umgehen. Offenbar wird aber, wenn man sich dauerhaft stressen lässt, eine Gehirnregion geschädigt. Unglücklicherweise ist es die Hirnregion, die für die Speicherung von Erinnerungen zuständig ist.“ Bereits in einer Vorgängerstudie konnte Wilson mit seinem Team nachweisen, dass Stress das Risiko für eine Alzheimererkrankung erhöht. Hirnforscher konnten zudem zeigen, dass der Stress mit großer Wahrscheinlichkeit ein Auslöser für Gehirndefekte ist und nicht die Folge von bereits krankem Gewebe. Schlagworte
Gesundheit Stress Gehirn Leistung Diese neuen Ergebnisse aus Amerika zeigen also, dass Dauerstress zu einer Art Gift für den Körper werden kann. Entsprechend wichtig ist es für Menschen, die sich beruflich oder privat häufiger Stress ausgesetzt sehen, Methoden zu erlernen, diesem Stress zu begegnen. Lässt sich die Ursache nicht beheben, sollten sie ein für sie passendes Stressbewältigungsprogramm erlernen. Das kann für die einen Sport sein, für die anderen Tanz, Lesen oder Musik. Auch ein professioneller Stressbewältigungskurs, etwa in Yoga oder autogenem Training, kann helfen, dem Körper aus der andauernden Anspannung zu helfen. Psychologen raten dazu, genau darauf zu achten, dass die jeweilige Stressabbau-Methode keinen weiteren Stress erzeugt. So sei es beispielsweise kontraproduktiv, einen Kurs in autogenem Training zu besuchen, wenn diese Entspannungstechnik nicht zur Persönlichkeit passt.
12.06.2007, Gefunden unter http://www.ksta.de/html/artikel/1179819776355.shtml >>>
Stress der Manager
Der Extremjogger ist ein Mensch, der 100 Kilometer am Stück läuft. Was aber ist ein Extremjobber? Der postindustrielle Arbeitnehmer mit drei Billigjobs? Der Kioskbesitzer, der von morgens sechs Uhr bis Mitternacht geöffnet hat? Für die Kienbaum-Unternehmensberater sind Extremjobber meist Manager, die mehr als 60 Stunden in der Woche für ihre Firma tätig sind. Von dieser Sorte - früher wurden sie Workaholics genannt - gibt es in Deutschland anscheinend immer mehr. Noch interessanter aber ist der Befund, dass die Führungskräfte eine seit Jahren steigende Arbeitsbelastung feststellen - bei sich.
Mag sein, dass sich die Anforderungen durch den verschärften Wettbewerb erhöht haben. Der zunehmende Manager-Stress dürfte jedoch vor allem durch die neuen Kommunikationsmittel ausgelöst werden, weil jeder immer erreichbar sein und nichts verpassen will: Das Telefon klingelt, und noch während des Gesprächs klopft bereits der nächste Anrufer an, E-Mails gehen gleichzeitig im Minutentakt ein, dann ertönt das SMS-Signal, und der Organizer erinnert an die bevorstehende Konferenz. Kaum jemand wagt die Geräte auszuschalten, um konzentriert zu arbeiten und konzeptionell nachzudenken.
Unerreichbarkeit ist ein Privileg geworden, dass sich nur noch Leute wie Osama Bin Laden glauben leisten zu können.